aus:
Oskar Negt: Gesellschaftsentwurf Europa. Plädoyer für ein gerechtes Gemeinwesen
Steidl Verlag, Göttingen 2012
Wenn eine Gesellschaft ihre produktiven Energien hauptsächlich aus traditionell negativ beurteilten menschlichen Eigenschaften wie Gier und Besitzanhäufung aufbaut und mit ihrem betriebswirtschaftlichen Geist seit einigen Jahren auch Universitäten, Schulen und künstlerische Einrichtungen belästigt, dann braucht sich keiner zu wundern, wenn die guten alten Werte und Tugenden wie Solidarität, Mitmenschlichkeit, Vernunft et cetera im Schwinden begriffen sind. Wenn Schülern und Studenten systematisch eingebläut wird, es gehe bei der Ausbildung darum, einen Wettbewerb zu bestehen und möglichst viele Konkurrenten aus dem Spielfeld zu schlagen, dann werden sie als Bürger und Privatmenschen verrohen.
"Es könnte sein, dass wir von einer kranken Gesellschaft sprechen müssen, in der bewusste Politik ausgeschlossen ist, weil die Gesellschaft zum bloßen Anhängsel der wirtschaftlich Mächtigen und der Börsenkurse geworden ist."
zitiert nach Deutschlandradio Kultur v. 30.7.2012
Dem ist nichts hinzuzusetzen, außer, dass Negt einer der führenden 68er Köpfe neben Habermas und Adorno war. Sie denken also noch, die Köpfe, aus denen das kroch...
Dienstag, 31. Juli 2012
Donnerstag, 26. Juli 2012
Nikitins Hautspiele und Bayreuths Festspiele
Unanständig, ekelerregend, abstoßend, das sind die Attribute, die einem bei der unverschämt offenen Zurschaustellung der Brust des "Sängers" Nikitin zu Bayreuth einfallen. Nun sind Wagner und sein Musik nicht das, was einen von den "Hockern" holt. Schwülstig, langatmig und voller nordischer Lautmalerei, wen auch manchmal melodisch, hat diese Musik den Nazis sehr gefallen.
Und nun ein Sänger, auf dessen Brust Runen der SS, der Hitlerjugend und ein dickes, dickes Hakenkreuz "prangen". Er hat sie allerdings "überstechen" lassen, inzwischen, er wollte ja bei Wagners was werden. Passt irgendwie, ändert aber nix, und (nur) die politischen Korrektheit hat die heuchelnden Veranstalter gezwungen, solange Druck auf diesen Kerl auszuüben, bis er von sich aus geht. Ob er künstlerisch gut ist (man hat ihn ja nicht gehört), steht nicht zur Diskussion. Was müssen das für Geister sein, die einen Rockmusiker und Rechtslastigen zum Star der Bayreuther Festspiele machen wollten? Diese sind ja ein - ob man es nun gut heißt oder nicht - ein öffentliches geradezu nationales (sic) Ereignis, das ja nicht frei von Situationskomik und Selbstdarstellung ist. Erinnere man sich an Hitler und seine Winifred, erinnere man sich auch an den Auftritt Angela Merkels vor einigen Jahren, als sie mit fast freier Brust über den Roten Teppich der VIPs schritt?? Also - mit Geschmack haben diese Festspiele schon lange nichts mehr zu tun.
Und sie sind auch ein Gesellchaftsspiegel. Narr, wo bist Du, diesen Spiegel hoch zu halten? Diese eklen Hautspielereien, Tatoos nennt man sie wohl. Überall tauchen sie auf, gerade jetzt im Sommer. Metallringe in der Nase, den Lippen und sonst wo -"Piercing" als Spielart der "angesagten" Selbstverstümmelung gehört auch dazu. Das ist als Mode unstrittig. Beschneidungen aber sind DAS Sommer-Streitthema derzeit - als Beispiel von semitischer Selbstverstümmelung… Heuchelei überall. Nur sieht man sie nicht.
Und nun ein Sänger, auf dessen Brust Runen der SS, der Hitlerjugend und ein dickes, dickes Hakenkreuz "prangen". Er hat sie allerdings "überstechen" lassen, inzwischen, er wollte ja bei Wagners was werden. Passt irgendwie, ändert aber nix, und (nur) die politischen Korrektheit hat die heuchelnden Veranstalter gezwungen, solange Druck auf diesen Kerl auszuüben, bis er von sich aus geht. Ob er künstlerisch gut ist (man hat ihn ja nicht gehört), steht nicht zur Diskussion. Was müssen das für Geister sein, die einen Rockmusiker und Rechtslastigen zum Star der Bayreuther Festspiele machen wollten? Diese sind ja ein - ob man es nun gut heißt oder nicht - ein öffentliches geradezu nationales (sic) Ereignis, das ja nicht frei von Situationskomik und Selbstdarstellung ist. Erinnere man sich an Hitler und seine Winifred, erinnere man sich auch an den Auftritt Angela Merkels vor einigen Jahren, als sie mit fast freier Brust über den Roten Teppich der VIPs schritt?? Also - mit Geschmack haben diese Festspiele schon lange nichts mehr zu tun.
Und sie sind auch ein Gesellchaftsspiegel. Narr, wo bist Du, diesen Spiegel hoch zu halten? Diese eklen Hautspielereien, Tatoos nennt man sie wohl. Überall tauchen sie auf, gerade jetzt im Sommer. Metallringe in der Nase, den Lippen und sonst wo -"Piercing" als Spielart der "angesagten" Selbstverstümmelung gehört auch dazu. Das ist als Mode unstrittig. Beschneidungen aber sind DAS Sommer-Streitthema derzeit - als Beispiel von semitischer Selbstverstümmelung… Heuchelei überall. Nur sieht man sie nicht.
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