Samstag, 21. September 2013
MRR
Marcel Reich Ranicki ist tot. Das ist auch wert, hier angemerkt zu werden. Warum? Als Zögling eines humanistischen (und vergangenen) Gymnasiums habe ich eine tiefe Verbundenheit mit Literatur und literarischer Thematik gelernt. Und hier war MRR eine veritable Leitfigur, sowohl nach Herkunft und persönlicher Geschichte als auch nach Kenntnis und verantwortlicher Stellungnahme im unsterblichen "literarischen Quartett", das heute so antiquarisch wirkt, weil das Fernsehen diese Schiene der Qualitätsvermittlung seit langem, eigentlich seit Einstellen dieser Sendung, verlassen hat. Fernsehen ist gegenwärtig fast widerwärtige Niederkultur. So gesehen, markiert MRR sogar eine Wende zu Schlechterem. Schade. Und mir hat er unsäglich imponiert...
Donnerstag, 22. August 2013
Student sein? Medizinstudent?
Nun, einerseits ist das wieder ein Pauschalurteil, das in der Unterstellung gipfelt (Bahr), diese Mediziner würden sich ausnahmslos in Forschung und an den Uni betätigen. Das ist natürlich barer Unsinn, selbst wenn es vorkommt. Andererseits stimmt es, dass eine nur nach der Abiturnote gemessene Eignung, die angeblich durch bessere naturwissenschaftliche Kenntnisse definiert ist, kein ausreichender Hinweis auf die tatsächliche Eignung im späteren Beruf darstellt. Vielmehr ist dieser Kandidat anfällig für technische Abläufe, er ist prozessorientiert.
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