Da hat sich doch einer ein Zimmermädchen in einem New Yorker Hotel gegriffen. Er hat sich nackt auf es geworfen und wollte Spass. Er rechnete nicht Gegenwehr, doch das Mädchen wehrte sich gegen den offenbar schon mehrfach einschlägig aktiven DSK. Dann lief sie zu Kollegen, die ihr rieten, sich der Direktion anzuvertrauen. Die riet dann zur Anzeige. DSK wurde im Flieger nach Paris verhaftet, und ein mittleres Erdbeben der medialen Sorte nahm seinen Lauf. Der Präsidentschaftskandidat der Sozialisten Frankreichs heißt nun mal Dominique Strauss-Kahn, und dieser Umstand hatte Sarko schon das Fürchten gelehrt, da DSK im Vorteil schien, sehr medial präsent war und publikumswirksam agieren konnte. Man kann nun spekulieren, was einen Mann morgens (also wohl nicht alkoholisiert) und vor einem Flug nach Deutschland zu Angela bewogen haben mag, sich in den politischen Selbstmord zu stürzen. Der Chef des IWF sollte eigentlich in Washington sein, war aber in NYC. Der Mann kann sich jedes aber auch jedes Edelnüttchen kaufen und befällt ein Zimmermädchen? Das übrigens schwarz war. Könnte nicht eine andere mächtige Figur diesem Kerl eine Falle gestellt haben? Könnten es vielleicht die eigenen Parteifreunde gewesen sein, die den Aufstieg des DSK verhindern wollten? Oder gar welche, die den griechenlandfreundlichen DSK stürzen wollten, um dann die Griechen leichter fallen lassen zu können?
Es ist doch soo spannend in der Hochfinanz. Ein Thriller könnte nicht besser sein.
Ich persönlich glaube nicht an die Verschwörungstheorie, selbst wenn ich sie nicht unplausibel finde. Aber ein so testosteron-gesteuerter Mann wie der, morgendliche Triebe im Hirn, da kann natürlich auch mal was abgehen... Nur diesmal ging's wohl daneben.
/ghe
Montag, 16. Mai 2011
Dienstag, 3. Mai 2011
Abottabad, the tragedy of Vroom
Osama bin Laden ist durch den amerikanischen Spezialdienst Navy Seals gestern Nacht in Islamabad (in einer mondänen Wohnsiedlung, in der er sich wohl seit Monaten, wenn nicht Jahren aufgehalten hat!) durch Kopfschuss nach einem Gefecht wahrscheinlich ermordet worden. Kein einem Rechtsstaat entsprechendes Verfahren wurde ihm ermöglicht; der sollte wohl nicht gefangen genommen und vor Gericht gestellt werden, sondern in einer Art alttestamentarischem Rachefeldzug glatt und sauber getötet und entsorgt werden; kein Ruhmesblatt der Amerikaner. Aber man kennt sie leider so, vroom und weg, Rambo eben. Und unsere Kanzlerin hat sich gar verstiegen, so zu formulieren:
„Ich freue mich, das Osama getötet wurde, und gratuliere den Amerikanern dazu!“.
Kälter und unmoralischer kann man es kaum ausdrücken. Und das ist nun das Geisteskostüm unserer christlich-demokratischen Kanzlerin!
Zur Klarstellung: ich bin froh, dass er weg ist, der Verursacher des 11. September, aber die Umstände sind mindestens dazu angetan, zu befremden. Ich bin der Letzte, der Al Qaida und seine Machenschaften gutheißt. Und bestrafen muss man sie alle, wenn sie sich gewalttätig einem fundamentalen Islam verschrieben haben. Das setzt aber immer ein rechtsstaatliches Verfahren voraus, und das war hier nicht gegeben. Sogar Saddam Hussein wurde vor ein irakisches Gericht gestellt und dann - richtig oder nicht - zum Tode verurteilt. Man wollte keinen Märtyrer schaffen - Okay, aber hat man es damit verhindert? Man hat ihn schmählich ins Wasser geworfen - Seebestattung wurde es sogar genannt. Auch irgendwie zynisch, finde ich. Islamischen Gepflogenheiten entsprach das sicher nicht! Und wenn er es gar nicht war?????
Aber erschreckend ist auch die Präzision des Vorgehens; der CIA ist wie schon immer der, der die Vorgaben macht. Was, wenn in zukünftigen Szenarien diese dunkle Macht die staatliche Vorherrschaft gewinnt - in ihr finden alle rechtspopulistischen Ideen eine Heimat - und diese Macht dann auch ausübt? Können wir alle uns dann vor ihr retten? Eher nicht! Finstere Aussichten...
Lieber malen wir uns statt dessen einen gütigen Weltgeist (als Weltpolizisten).
Und hüte Dich vor Druckfehlern - Seibert: "Obama wurde getötet, worüber wir uns freuen" oder so ähnlich bei Twitter.
/ghe
„Ich freue mich, das Osama getötet wurde, und gratuliere den Amerikanern dazu!“.
Kälter und unmoralischer kann man es kaum ausdrücken. Und das ist nun das Geisteskostüm unserer christlich-demokratischen Kanzlerin!
Zur Klarstellung: ich bin froh, dass er weg ist, der Verursacher des 11. September, aber die Umstände sind mindestens dazu angetan, zu befremden. Ich bin der Letzte, der Al Qaida und seine Machenschaften gutheißt. Und bestrafen muss man sie alle, wenn sie sich gewalttätig einem fundamentalen Islam verschrieben haben. Das setzt aber immer ein rechtsstaatliches Verfahren voraus, und das war hier nicht gegeben. Sogar Saddam Hussein wurde vor ein irakisches Gericht gestellt und dann - richtig oder nicht - zum Tode verurteilt. Man wollte keinen Märtyrer schaffen - Okay, aber hat man es damit verhindert? Man hat ihn schmählich ins Wasser geworfen - Seebestattung wurde es sogar genannt. Auch irgendwie zynisch, finde ich. Islamischen Gepflogenheiten entsprach das sicher nicht! Und wenn er es gar nicht war?????
Aber erschreckend ist auch die Präzision des Vorgehens; der CIA ist wie schon immer der, der die Vorgaben macht. Was, wenn in zukünftigen Szenarien diese dunkle Macht die staatliche Vorherrschaft gewinnt - in ihr finden alle rechtspopulistischen Ideen eine Heimat - und diese Macht dann auch ausübt? Können wir alle uns dann vor ihr retten? Eher nicht! Finstere Aussichten...
Lieber malen wir uns statt dessen einen gütigen Weltgeist (als Weltpolizisten).
Und hüte Dich vor Druckfehlern - Seibert: "Obama wurde getötet, worüber wir uns freuen" oder so ähnlich bei Twitter.
/ghe
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